francais / deutsch

Samstag 22.11.2008 10:00–14:00
Maison du Lit
(99, route de Longwy, L-8080 Helfent/Bertrange)

«PANCH»
Danse, musique, objets, installations sonores

PANCH
Émilie Borgo, Laure Terrier danse
Hervé Gudin guitares, électronique
Jéranium machines et objets sonores
Olivier Toulemonde ressorts, fils tendus

Zufällige Begegnungen mit überraschender Musik (sei es im Bahnhof oder auf dem Wochenmarkt) haben in den rainy days bereits Tradition. Passend zum Thema «relax» laden die fünf Improvisationskünstler von PANCH die Besucher eines Möbelhauses ein, auf der Suche nach bequemen Betten und Sofas spielerische, experimentelle und höchst kommunikative Performances zu erleben. Die drei Musiker Hervé Gudin, Jéranium und Olivier Toulemonde und die beiden Tänzerinnen Émilie Borgo und Laure Terrier verwandeln den Raum mit Objekten, Klängen, Gesten und Bewegungen in eine faszinierende Landschaft für Augen und Ohren. Mit ungewöhnlichem Instrumentarium – durch den Raum gespannte Drähten und Federn, präparierte Gitarren, kleine Klangmaschinen, Kreisel u.v.a. – und vor allem mit ihren traumwandlerisch sicheren Reaktionen aufeinander sorgen PANCH für eine hinreißende Verbindung von improvisierter Musik und experimentellem Tanz in perfekter Balance.

Création en coproduction avec le CCAM de Vandœuvre pour Musique Action 2007

Freier Eintritt

Detaillierte Information und Tickets

Laure Terrier / photo: PANCH

Samstag 22.11.2008 20:00
Grand Auditorium

«Portrait Bernd Alois Zimmermann»

Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Arturo Tamayo direction
Pascal Meyer, Xenia Pestova piano

Bernd Alois Zimmermann (1918–1970):
Dialoge. Konzert für zwei Klaviere und großes Orchester (1959/1965)
Photoptosis. Prélude für großes Orchester (1968)
Symphonie in einem Satz für Orchester (1951)
Musique pour les Soupers du Roi Ubu. Ballet noir en sept parties et une entrée (1966)

Backstage: 
Pendant l’entracte
(Salle de Musique de Chambre)
«den ubbu gët kinnék» – Roger Manderscheid liest Alfred Jarry
(in luxemburgischer Sprache)

Man könnte sagen, dass Bernd Alois Zimmermann mit seinem bitterbösen «Schwarzen Ballett» Musique pour les Soupers du Roi Ubu, einer von Alfred Jarry inspirierten wilden Collage aus Zitaten quer durch die Musikgeschichte, sogar das Jahrzehnte später berühmt gewordene Sampling à la «Too many DJs» alt aussehen lässt. Man könnte ebenfalls sagen, dass er mit seiner subtilen «Festspielmusik» Photoptosis (Lichteinfall), angeregt von monochromen Wandflächen Yves Kleins, erstaunliche Farben mit dem Orchesterklang zum Leuchten bringt. Oder dass er mit Dialoge, seinem Konzert für zwei Klaviere und großes Orchester, Paul Klees «Bildnerisches Denken» so in Musik überträgt, dass spürbare Bewegungsillusionen beim Hörer entstehen. Kurz: man könnte sagen, dass Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) einer der wirklich großartigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts ist – nicht zuletzt, wenn es um erstaunliche Entdeckungen der Wahrnehmung geht. Ein wärmstens zu empfehlendes Komponistenportrait mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter der Leitung von Arturo Tamayo mit dem Klavierduo Pascal Meyer/ Xenia Pestova als Solisten.

10 / 15 / 25 € (<27: 6 / 9 /15 €)

Detaillierte Information und Tickets

Bernd Alois Zimmermann / photo: Stefan Odry