francais / deutsch

Freitag 28.11.2008 17:00–01:00 (D)
Samedi 29.11.2008 17:00–01:00 (F)
Grand Auditorium

«Symposion»
Ein Rausch für alle Sinne

Klangforum Wien
Baldur Brönnimann Leitung

Markus Deuter Obœ, Englischhorn solo
Lorelei Dowling Fagott solo
Björn Wilker Schlagwerk solo

Eva Furrer Flöten
Bernhard Zachhuber Klarinetten
Christoph Walder Horn
Sophie Schafleitner Violine
Gunde Jäch-Micko Violine
Dimitrios Polisoidis Viola
Benedikt Leitner Violoncello
Krassimir Sterev Akkordeon
Marino Formenti Klavier

Florian Bogner Klangregie

Michael Scheidl Inszenierung
Nora Scheidl Raum

Hanspeter Kyburz: Danse aveugle

György Kurtág: In Nomine – all’ongherese
Enno Poppe: Trauben

György Kurtág: Pilinszky János
Dieter Mack: Trio IV

György Kurtág: einen Augenblick lang

Rustikal garnierte Schieferplatten mit Luxemburger Spezialitäten (Schinkenschnipsel, Rieslingpastete, Spanferkelsülze, Ficelle fumée, Brennesselkäse)

Salvatore Sciarrino: Il silenzio degli oracoli
Beat Furrer: spur

Forellenfilet auf Gemüsebett mit Rieslingschaum

Saed Haddad: Le Contredésir
Olga Neuwirth: In Nacht und Eis

Buchweizenknödel, Spanferkelrücken, Dicke Bohnen

Fausto Romitelli: Domeniche alla periferia dell’impero. Prima domenica
Gérard Grisey: Talea
Fausto Romitelli: Domeniche alla periferia dell’impero. Seconda domenica: omaggio à Gérard Grisey

Krauselsalat mit Speck, Trauben, Walnusskernen und Käsecroquetten

Pierre Boulez: Dérive
Iannis Xenakis: Psappha

Rindfleisch-Gemüse Pot-au-feu

Peter Ablinger: Membrane, Regen

Baguette-Scheiben mit Roquefort, Bleu d’Auvergne und Stilton Waffelhörnchen, Trockengebäck, Baumkuchen

Terry Riley: In C

Musik und Wein in einem sorgfältig zusammengestellten «Rausch für alle Sinne» – das spektakuläre «Symposion» des Klangforum Wien hat seit seiner Premiere im Jahr 2001 in Wien, bei den Salzburger Festspielen, der Biennale in Venedig, in Südtirol und Ungarn für Furore gesorgt. «Anders möchte man Neue Musik eigentlich nicht mehr hören», schrieb die Wiener Stadtzeitung Falter begeistert, und die Salzburger Nachrichten staunten: «Selten war ein Publikum in einem Konzertsaal anzutreffen, das mit solch hingebungsvoller Konzentration und Disziplin neuen Klängen lauschte.» Erstaunlich ist der ohrenöffnende Effekt des «Symposion» eigentlich nur, wenn man bei der Verbindung von Musik und Trinken an laute Skihütten oder banale Partystimmung denkt – und nicht zum Beispiel an die Tradition des griechischen Gastmahls, bei dem Platon, Sokrates, Alkibiades, Aristophanes und Freunde beim «anmutigen Rausch» den Wahrheiten des Lebens und der Liebe auf den Grund gingen. Der dramaturgische Ablauf des rund acht Stunden langen «Symposion» entspricht den gedachten Stadien eines möglichen Rauscherlebnisses: sowohl die erlesenen Kompositionen (wahlweise im Liegen oder im Sitzen zu genießen) als auch die in sieben Pausen gereichten passenden Weine (wie die Speisen im Eintrittspreis inbegriffen) führen von leichter Beschwingtheit über gehobene Stimmung bis zu rauschhaft veränderter Wahrnehmung. Dass nicht nur der Wein, sondern auch die Musik von höchster Qualität ist, dafür bürgt das Klangforum Wien – denn wie erklärte schon der Arzt Eryximachos in Platons Gastmahl? «Wenn es gilt, durch Harmonie und Zeitmaß auf die Menschen einzuwirken, sei es dass man selber schafft, was man das Komponieren nennt, oder dass man die bereits geschaffenen Tonstücke richtig vorträgt, was man Spielen nennt, dann bedarf es großer Aufmerksamkeit und eines tüchtigen Künstlers.»

75 € (60 € mit dem Festival-Pass rainy days) Inklusive 14 Weinen und sechsgängigem Menu
(ab 16 Jahren)

An- und Abreise mit Emile Event Bus Service empfohlen: Abholung und Rückfahrt von Adressen in ganz Luxemburg 15 €/Person (Adressen im Ausland auf Anfrage). Anmeldung bis spätestens 25.11.2008 unter www.emile.lu.

Detaillierte Information und Tickets

Scène de symposion, Vulci, ~480 av. J.-C. / Staatliche Antikensammlungen München